Unsere Mission in Afrika

Mission vom heiligsten Herzen Jesu und der schmerzensreichen Mutter Maria

Die “Mission vom heiligsten Herzen Jesu und der schmerzensreichen Mutter Maria” befindet sich im Südwesten Kameruns und östlich der etwa 100 km entfernten Hauptstadt Yaounde und nahe der Stadt Mbalmayo. In der Mission werden Kinder aufgenommen, die entweder keine Eltern oder Verwandten mehr haben, oder deren Familien finanziell nicht mehr in der Lage sind, sie zu versorgen. Derzeit werden ca. 20 Kinder versorgt.

Mit der Profess von Frère (=Bruder) Jean-Louis Nnanga am 24. Februar 2024 und damit der offiziellen Aufnahme in den Orden wurde die “Mission vom heiligsten Herzen Jesu und der schmerzensreichen Mutter Maria” in Kamerun offiziell Teil des Ordens und der Abtei St. Severin. 14 lange Jahre mussten vergehen, bis dies alles geschehen konnte.

Die Vorgeschichte

Kapelle der Mission

Im Jahre 2008 erfuhr Br. Maximilien Cain OPR, dass ein ehemaliges Mitglied einer französischen katholischen Organisation in Afrika im Stich gelassen wurde – keiner kümmerte sich mehr um die Mission, die kurz davor stand, geschlossen zu werden.

In seiner Not und dem Wissen, allein gelassen zu sein, suchte Fr. Jean-Louis Kontakte ausserhalb der Organisation um die kleine, aber wichtige Mission am Leben erhalten zu können. Während dieser Zeit musste er repräsalien von neidischen Menschen vor Ort ertragen, die ihm und seiner missionarischen Tätigkeit misstrauisch gegenüber standen.

Kapelle der Mission

Kapelle der Mission

Das ganze gipfelte irgend wann darin, dass eines Tages das lokale Militär in der Mission erschien und versuchte Fr. Jean-Louis mit Prügel und Schlägen einzuschüchtern. Als der damalige Abt von St. Severin, P. Klaus Schlapps OPR, davon erfuhr, versprach er sofortige Hilfe und entsandte Br. Maximilien Cain OPR nach Kamerun. Er statte ihn mit einem Dokument für die örtlichen Behörden und Autoritäten aus, aus dem hervorging, dass Fr. Jean-Louis und die Mission mit sofortiger Wirkung unter dem Protektorat des Orden von Port Royal stehen – und somit Teil der Abtei St. Severin sind. Dies beendete die Bedrohungen, es wurde ruhiger, und Fr. Jean-Louis konnte seine Arbeit fortsetzen.

Leider herrschten damals auch innerhalb des Ordens stürmische Zeiten: die Mönche mussten 2010 umziehen (sie lebten in einer gemieteten Immobilie), was keine leichte Sache war.Dann starb ganz unerwartet am 20. Januar 2013 Abt Klaus. Auch die finanzielle Situation machte keine weitere Reise nach Afrika möglich.

Was darauf folgte, war eine ständige Kontaktpflege, manchmal mehr, manchmal weniger.
Das Kloster unterstützte die Mission finanziell wann immer es notwendig und möglich war und die Mission unterstützte das Kloster, den Orden und die Kirche mit seinen Gebeten. Diese Gebete haben uns hier in Deutschland bei unzähligen Ereignissen gestützt, getröstet und getragen (z.B. als wir im März 2015 aufgrund eines Sturmes unsere Markthütten verloren oder als am 01.06.2024 der Keller des Klostergebäude aufgrund extrem starker Regenfälle überflutet wurde, sowie viele andere Anliegen).

Die Reise zur Aufnahme

Auf dem Weg zur Mission in Kamerun

Im  Februar 2022 tat sich dann endlich eine Möglichkeit auf, dass unser Abt, P. Michael Maier OPR eine Möglichkeit sah, nach Kamerun zu reisen, und das Werk, dass sein Vorgänger begonnen hatte zu einem ordentlichen Ende zu führen. So reiste er nach gründlicher Vorbereitung zwei Jahre später zusammen mit Br. Maximilen Cain OPR am 22. Februar 2024 nach Kamerun.

Der erste Besuch in der Mission, am 23. Februar 2024 war sehr emotional. Fr. Jean-Louis Nnanga kam zum Hotel in Yaounde um Abt Michael und Br. Maximilien zu begrüßen und sie von dort aus zur etwa 100 km entfernten Mission begleiten.  Die Fahrt zur Mission dauerte etwa 3 Stunden.

Im Vorfeld des Besuches hatte Fr. Jean-Louis OPR bereits arrangiert, dass die Kinder der Mission bis zur Abreise der Gäste am 28.02.2024 vom Besuch der Schule befreit waren (Anmerkung: in Kamerun herrscht Schulpflicht).

Nun ein Ausschnitt aus dem persönlichen Bericht von Br. Maximilien Cain OPR:

Empfang durch die Bewohner und ehrenamtlichen Helfer der Mission

Empfang durch die Bewohner und ehrenamtlichen Helfer der Mission

Wir fahren zusammen mit Fr. Jean-Louis zurück ins Hotel. Er möchte dann den Chauffeur fragen, ob er im Auto übernachten kann. Wir lehnen das ab, und geben ihm Geld, damit er sich ein Zimmer für die Nacht nehmen kann…”

Am 24.02.2024 legte unser Mitbruder, Fr. Jean-Louis, die zeitliche Profess ab und wurde somit endgültig Teil unserer Ordensfamilie. Gleichzeitig bestätigte Abt Michael OPR, dass die Mission offizielle Missionsstation der Abtei St. Severin ist.

Kurze Pause auf Einladung der Dorfbewohner

Während des Besuches wurde Abt Michael auch durch das Dorf geführt, in dem sich dieMission befindet. Die Bewohner waren sehr erfreut über den Besuch und viele baten ihn, ihre Wohnungen zu segnen und es wurde auch zu einem kleine Snack mit einem “Radler” eingeladen. Dieser Bitte kam Vater Abt mit großer Freude nach – spürte er doch, wieviel dies den Menschen bedeutet.

 

Unsere afrikanische Familie

Abschließend ein paar persönliche Worte von Abt Michael:
“Ich bin froh und freue mich, dass ich dass, was mein Vorgänger im Amt begonnen hatte, zu einem schönen Ende führen konnte. Ich freue mich jeden Tag, zu wissen, dass wir in Nkolya Glaubensgeschwister haben, die mit uns im Gebet verbunden sind. Ich freue mich jeden Tag über die Unterstützung, die wir auch von der Dorfgemeinschaft erhalten, um den Kindern und Jugendlichen Menschen ein wenig Geborgenheit schenken zu können. Das wir sie Dank der Hilfe unserer Unterstützer hier in Deutschland mit Nahrung und alltagsbedarfen unterstützen können.”

Wenn Sie unsere Arbeit in Nkosya mit einer Spende unterstützen wollen, würden wir uns sehr darüber freuen:

Sparkasse Kaufbeuren, IBAN DE59 7345 0000 0000 6800 17,
Verwendungszweck: Mission Kamerun

Wir sagen schon jetzt ein herzliches “Dankeschön und Vergelt’s Gott”