Abt Michael besuchte unsere Oblatengemeinschaft in Polen

Vom 11. bis 13. Oktober 2013 besuchte Abt Michael Maier OPR in Begleitung von Prior Br. Johannes S. Estner OPR die Oblatengemeinschaft in Polen. Am Stadtrand von Warschau unterhält die Kirchengemeinde das Altenheim „Samarytanin“ was so viel bedeutet wie „der barmherzige Samariter“. Die Leitung des Heimes obliegt Pater Lukasz Rybka, der gleichzeitig Leiter der polnischen Oblatengemeinschaft und Prior des polnischen Priorates unseres Ordens ist.

Der Besuch begann am 11. Oktober mit einer Besichtigung von Kirche und Altenheim. Nicht ganz ohne Stolz wurden den Besuchern aus Deutschland die Sanierungsmaßnahmen des Pfarrsaals unter der Kirche gezeigt. Derzeit wird erstmals eine Heizung für den Saal und zukünftig auch für die Kirche eingebaut. Somit können die Räume dann auch im Winter genutzt werden.

Für den späten Nachmittag war die Teilnahme an einer Marienandacht im Altenheim angesetzt, bei der neben einem Großteil der Heimbewohner auch einige polnische Oblaten aus der Region Warschau anwesend waren. Es war eine feierliche und gleichzeitig auch fröhliche Feier. Im Anschluss besuchten Abt Michael und Br. Johannes noch einige Heimbewohner, die aufgrund Ihrer Gebrechen nicht an der Andacht teilnehmen konnten. Vielfältige Schicksale und Lebensgeschichten wurden dem Abt und seiner Begleitung hier vorgestellt – ein Besuch, der sich so schnell nicht aus dem Gedächtnis streichen lassen wird. Hier wurde sichtbar, wie gelebter Dienst am Nächsten aussehen kann – durch die aufopferungsvolle Betreuung derer, um die sich sonst niemand mehr kümmern kann oder will. Das Altenheim „Samarytanin“ trägt seinen Namen nicht unberechtigt!

Zum gemeinsamen Essen mit den polnischen Geistlichen wurden die gleichen Speisen serviert, die die Heimbewohner an diesem Tag bekamen. Spezielle polnische Gerichte, die man hierzulande eher nicht kennt.

Für Samstag, 12. Oktober stand u.a. ein Besuch des polnischen Wallfahrtsortes Tschenstochau auf dem Programm. Ein prachtvoller Ort mit einer prunkvollen Kirche. Viele Menschen kommen dort hin und geben oft Ihr letztes Geld um Besserung zu erfahren. Dies war eine Beobachtung, die sowohl den Abt als auch den Prior etwas schmerzten.

Anschließend stand noch ein Kurzbesuch der Stadt Kattowitz (Katowice) und als Kontrast  hierzu dann noch Krakau auf dem Programm. Kattowitz war eine Kohlebergbau- und Industriestadt. Kohle wird dort heut nicht mehr abgebaut, so dass es eher eine ärmere Stadt ist. Viele ursprünglich schöne deutsche Häuser haben eine schwarz-graue Patina und sind sehr heruntergekommen. Krakau dagegen war früher die Hauptstadt von Polen und Königshaus. Eine Tatsache die auch heute noch sichtbar ist. Viele schön renovierte Gebäude und Plätze zeugen vom Wohlstand der Stadt, die einst Amtssitz des späteren Papst Johannes Paul II war.

Ihren Abschluß fand die Polenreise von Abt Michael und Br. Johannes im gemeinsam gefeierten Gottesdienst, zu dem auch die meisten Oblaten aus ganz Polen angereist waren. Der Hl. Messe folgend stand noch eine kurze Sitzung mit den Oblaten zum gemeinsamen Gedankenaustausch über zukünftige Projekte  auf der Tagesordnung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit der Kirchengemeinde und den Oblaten traten die Gäste aus Deutschland die Heimreise an.

(Alle Fotos von Br. Johannes S. Estner OPR)

Frühere Artikel zu unserer Oblatengemeinschaft in Polen:

 

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