Neues Buch im Port Royal Verlag: “Spuren der Erinnerung, die nie vergehen” von Wilhelm Hertlein

Ein neues Buch ist vor kurzem in unserem Port-Royal-Verlag erschienen:

“Spuren der Erinnerung die nie vergehen” von Wilhelm Hertlein.

Nachdem seine Tochter nach Peru geheiratet hatte, besuchte Wilhelm Hertlein sie dort. Er sah die Not der Menschen, die in Wüstensiedlungen um Lima leben und gründete das Peruhilfswerk Santa Rosa, für das die Abtei St. Severin im Jahr 2002 die Trägerschaft übernahm.

Wilhelm Hertlein gab seine schreibmaschinengeschriebenen Aufzeichnungen an Pater Klaus, der ihm zusicherte, die Autobiographie herauszugeben, nachdem er diese spannende, bewegende und ergreifende Geschichte gelesen hatte. Es kam bis zur druckfertigen Vorlage und einigen Probeexemplaren, bevor Abt Klaus im Januar 2013 verstarb.
Im März konnten wir dann das Buch in größerer Stückzahl drucken lassen.
Wilhelm Hertlein beschreibt in diesem Buch, das wir “Spuren der Erinnerung die nie vergehen” genannt haben, folgendes, was Pater Klaus zusammengefasst hat:

Was einen jungen Mann bewegt seine Heimat zu verlassen um für sein Vaterland in den Krieg zu ziehen, ist heute unbegreiflich. Was dieser junge Mann erleiden, ertragen erleben und tun musste in Krieg und Gefangenschaft, ist heute unvorstellbar. Wie es dieser junge Mann geschafft hat all dieses Leid, den Hunger und die Kälte zu überleben, ist unfassbar. Dieser mittlerweile ins hohe Alter gekommene Mann erinnert sich in seiner Autobiographie an das Leben vor diesen grausamen 8 Jahren, an die Zeit an der Front und im Kriegsgefangenenlager, an den Weg nach Hause und zurück in ein normales und friedliches Leben, wie es uns allen heute gegeben, das aber keinesfalls selbstverständlich ist.

Das Buch gibt es bei uns im Klosterladen der Abtei St. Severin, es kann direkt bei uns im Port Royal Verlag bestellt werden, es kann aber auch über amazon oder jeden Buchhändler geordert werden (ISBN-Nr.: ISBN-10: 3942705435
ISBN-13: 978-3942705431).

Buchcover von "Spuren der Erinnerung, die nie vergehen" von Wilhelm HertleinBuchvorderseite von “Spuren der Erinnerung die nie vergehen” von Wilhelm Hertlein

Dieses Buch ist für alle, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen wollen, damit Krieg nie wieder passiert.

Auf dem Rückeinband des Buches ist noch ein Kurzabriss des Lebens von Wilhelm Hertlein und ein Auszug aus dem Buch:

Der am 17.12.1923 in Ansbach geborere Wilhelm Hertlein war als Soldat der deutschen Wehrmacht von 1943 – 1945 in Russland stationiert und weitere fünf Jahre verbrachte er danach in russischer Gefangenschaft, bevor er 1953 nach Kaufbeuren zog, wo er noch heute lebt.

“Abends kamen aber immer die stillen Stunden, in denen jeder seine Gedanken an die daheim richtete. Wie ein Wunder ‘Aus Tausendundeier Nacht’ überraschte uns alle in so einer abendlichen Zigarettenpause, die wir echt sparsam hielten, aus einem Nachbarzelt ein älterer Kamerad mit den Klängen seiner Zither. Selbst die Posten ermunterten ihn zu spielen – für uns aber bedeuteten seine heimatlichen Melodien ein unbezahlbares Stück Erinnerung und Hoffnung. Für eine Zigarette aus meinem Restbestand spielte er für mich den ‘Waldler-Marsch’ und ‘Tief drin im Böhmerwald’, wobei ich in Gedanken neben meiner Mutter saß und ihrem Spiel zuhörte. Manch heimliche Träne vergoss ich vor Freude bei diesen so wundersamen Klängen. Und im Leid der damit gewachsenen Sehnsuch nach meinem Bayerwald. Wer nicht in solcher Lage Heimweh erlebt hat, kann nie ermessen, was mir die Heimat nach der doch glücklichen Kindheit bedeutete, von der ich nun über 1000 km davon an die Wolga verbracht worden war.”

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