Am 19.07.2012 war die 10. Klasse des Jakob-Brucker-Gymnasiums aus Kaufbeuren zu Besuch im Kloster Sankt Severin

Die zehnte Klasse des Jakob-Brucker-Gymnasiums wohnte unserem gemeinsamen Mittagsgebet, der sogenannten Mittagshore bei. Hier werden ein Hymnus und Psalmen gesungen/gebetet. Danach erklärte Abt Klaus OPR einiges über das Kloster, das Klosterleben und das Mönchsein, und beantwortete verschiedene Fragen. Zisterzienser sind ja immer reformierte Benediktiner und leben so auch nach der Regel des Heiligen Benedikt von Nursia. Die Zusammenfassung der Benedikts-Regel wird meist mit “ora et labora” – “bete und arbeite”, beziehungsweise “ora, lege et labora” – “bete, studiere und arbeite” bezeichnet, wobei die Fortbildung meistens in der knapp bemessenen Freizeit der Mönche stattfindet.

Bruder Johannes führte dann die ganze Gruppe durchs Kloster und über das Klostergelände. So konnten die Schüler die Arbeitsplätze der Mönche kennenlernen, deren zahlreiche Aufgabenbereiche, und auch den Klostergarten mit Kräuterschaugarten und Kräuterlehrpfad, und auch das Waldstück, das zum Kloster gehört und aus dem zum Teil dann nachgewachsene Bäume gefällt und zu Holzhackschnitzel verarbeitet werden für die Heizung. Die Schüler hatten großen Respekt vor der vielen Arbeit, die hier geleistet wird, um das alles zu erwirtschaften und das alles für andere zu ermöglichen. Wir merken in solchen Gesprächen und Fragestellungen, wie viele Vorurteile und irrige Meinungen über Klöster und das Klosterleben kursieren. Da ist viel Klärungsarbeit notwendig. Aber es sind auch viele interessierte Fragen da, zum Beispiel warum jemand heutzutage ins Kloster geht, Mönch wird. Aber das ist bei jedem eine längere Geschichte des von Gott Gerufenseins, des von Gott Geführtwerdens, und es hat nichts mit enttäuschter Liebe oder so zu tun, und auch nichts mit Weltflucht.

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