Donkey-Projekt in Eritrea

Die Abtei St. Severin ist Mitinitiator des Donkey-Projekts in Eritrea, das in Zusammenarbeit mit einer anderen Hilfsorganisation durchgeführt wird. Für eine Spende von 150,- EURO erhalten Bedürftige in Eritrea entweder einen Esel (Donkey) oder fünf Ziegen. Die Tiere werden in Eritrea vom römisch-katholischen Bischof Menghesteab Tesfamariam in Asmara (der Hauptstadt von Eritrea) gekauft und den Bedürftigen übergeben, die sich damit eine Existenz aufbauen können. Also Hilfe zur Selbsthilfe.

Herr Christian K. wird Anfang/Mitte August wieder nach Eritrea reisen und hofft, wieder ein paar Esel „mitnehmen“ zu können!
Am Freitag, den 08.07.2011 um 13.00 Uhr strahlte arte-TV die Sendung „360 Grad – GEO Reportage“ aus, bei der man mehr über ein ähnliches „Donkey-Project“ erfahren konnte. Wir in Deutschland können es uns kaum vorstellen, was es in diesem Land bedeutet, einen Esel sein eigen nennen zu dürfen:

Durch den 30 Jahre dauernden Unabhängigkeitskrieg und die auch heute noch andauernden Scharmützel gibt es tausende „Kriegerwitwen“ – sie leben ohne jedwede staatliche Hilfen, meist auch noch hoch verschuldet durch den Tod des Mannes, ohne medizinische Versorgung mit ihren Halbwaisen am Rande der Gesellschaft und schleppen jeden Tag kilometerweit Wasser und Waren, die sie auf den Märkten verkaufen. Da ist ein Esel so etwas wie eine Lebensversicherung.

Untenstehend finden Sie den wirklich guten Einführungstext zur o.g. Reportage (über ein ähnliches Projekt wie unseres), der die Situation mehr als gut beschreibt.
Wir wären Ihnen daher sehr verbunden, wenn Sie sich wieder oder auch zum ersten Mal, an diesem wirklich guten und sinnvollen Projekt beteiligen würden! Vielleicht kennen Sie ja auch noch andere, die etwas dazugeben könnten?
Wie schon oben erwähnt, kostet ein Esel € 150,00. Man muß ja nicht gleich einen ganzen Esel stiften (was natürlich super wäre), JEDER Betrag hilft! Wer eine Spendenquittung braucht, bekommt diese selbstverständlich (bitte dazu auf dem Überweisungsträger Ihre Adresse angeben).
Hier die Bankverbindung: Hilfsprojekte der Abtei St. Severin, Kto. 913723, BLZ 73450000 bei der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren. Stichwort: “Donkey-Projekt Eritrea”.

Wir bedanken uns schon jetzt sehr herzlich für Ihre Großzügigkeit und wünschen Ihnen noch eine gute Zeit und Gottes Segen!
Die Mönche der Abtei St. Severin und Herr Christian K..

Hier noch der Text zur Sendung:
„Lemlem Makebai und ihre Tochter marschieren Tag für Tag kilometerweit bei glühender Hitze durch das felsige Hochland von Eritrea zur Wasserquelle. Ihrem Bergdorf fehlt jede Anbindung an die moderne Welt. Die Frauen kämpfen in dem von Dürre und Armut gezeichneten Bergland ums Überleben. Doch jetzt gibt es Hoffnung, man hat ihnen einen Esel versprochen. “360º – Geo Reportage” zeigt, wie ein kleiner Esel ein Leben verändern kann.
Die Hebamme Bekitha Tedros reitet auf ihrem Esel durch das sandige Tal von Geleb. Sie macht Hausbesuche. Der Esel dient ihr als “Krankenwagen”. Ohne ihn müsste sie stundenlang marschieren, um die Frauen in den Bergen von Eritrea zu erreichen.
Die ausdauernden Esel sind in der bergigen Region Eritreas wertvoll, weil sie Wasser, Feuerholz und Waren über lange und steile Wege schleppen können und damit die Versorgung eines ganzen Dorfes gewährleisten. Zudem sind sie äußerst genügsam. Ein Esel ist auch der größte Traum der Witwe Lemlem Makebai. Um sich und ihre Familie versorgen zu können, war sie bisher auf die Hilfe der Nachbarn angewiesen. Als die Familie ihren Esel bekommt, kann sie ihr Glück kaum fassen.
“Ohne Esel kannst du hier nicht überleben, ohne ihn bist du kein richtiger Mensch”, sagt Lemlem Makebai. Das Tier soll der Familie helfen, Wasser und Holz zu tragen, das sie auch an andere Dorfbewohner verkaufen kann. Später soll der fleißige Vierbeiner vielleicht sogar Waren auf den fernen Markt transportieren, wo Lemlem Makebai sie gewinnbringend verkaufen kann. Ihr Traum scheint in Erfüllung zu gehen: Dank ihres Esels kann sie nach und nach ihre Schulden abzahlen und ein Leben in Unabhängigkeit führen.“

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